Story text
Der neugierige Fuchs Fox und sein Freund, das Eichhörnchen, spielen ein Schattenfängerspiel, als sie bemerken, dass die Schatten am Nachmittag viel länger sind als mittags. Mit seinem Werkzeugkasten macht er sich auf die Suche und versteht durch ein Experiment den Zusammenhang zwischen der Erdrotation und der Sonnenposition. Zusammen mit seinen Freunden erfindet er ein lustiges Schattentheater.
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Im Sonnenwald lebte ein kleiner Fuchs namens Fox. Er hatte einen dunkelblauen Allzweck-Werkzeugkasten, den er nie aus der Hand ließ. Darin waren eine Taschenlampe, ein Maßband, eine Lupe und allerlei seltsame und niedliche Kleinigkeiten. Fox war neugierig auf alles in der Welt. An einem sonnigen Mittag sprang sein bester Freund, das Eichhörnchen Hops, das eine kleine Weste aus Blättern trug, mit einem 'Schwupp' vom Baum und landete vor ihm. 'Fox, hör auf, an deinem Tannenzapfen herumzubasteln! Die Sonne scheint so schön, lass uns Schattenfangen spielen!' Hops hüpfte auf der Stelle, und sein runder Schatten hüpfte mit. 'Gerne!' Fox steckte den Tannenzapfen sofort in die Tasche, seine Augen wurden zu lachenden Mondsicheln. 'Mal sehen, wer zuerst den Schatten des anderen trifft!'
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Das Spiel begann! Die beiden Freunde jagten sich über die mit Gras bewachsene Lichtung. 'Sieh dir meine flinken Schritte an!' Hops hüpfte hin und her und versuchte, hinter Fox zu gelangen. 'Mein Schatten ist clever!' Fox drehte sich schnell um, sein roter Schwanz fegte über den Boden, und sein Schatten wich geschickt aus. Die Mittagssonne schien direkt von oben auf sie herab, die Schatten wurden kurz und dunkel, wie kleine schwarze Kissen, die an ihren Fußsohlen klebten. Fox verfehlte Hops' Schatten mehrmals nur knapp, weil er so kurz war. Sie keuchten vor Anstrengung, ihre Gesichter waren rot, und am Ende lachten sie beide und beschlossen, unter der großen Eiche daneben etwas Tautropfen zu trinken.
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Im Schatten des Baumes war es schön kühl. Sie plauderten, und ehe sie sich versahen, hatte sich die Sonne schon ein gutes Stück in Richtung der westlichen Berge bewegt. Ausgeruht sprang Hops auf: 'Noch eine Runde!' Sie liefen zurück in die Mitte der Lichtung. Kaum hatte Fox seine Position eingenommen, machte er 'Hm?' und erstarrte. Er schaute auf den Boden, seine Augen waren weit aufgerissen. 'Hops, sieh dir unsere Schatten an! Sind sie ... größer geworden?' Hops schaute hinunter und rief ebenfalls: 'Wow! Stimmt! Mein Schatten ist sooo lang geworden!' Das kleine runde Kissen hatte sich nun zu einem langen, schlanken, sich windenden grauen Band gestreckt, das sich von seinen Füßen bis fast zu den fernen Blumenbeeten erstreckte!
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'Das ist unfair!' Hops versuchte, Fox' Schatten zu treffen, aber der Schatten war jetzt wie eine weiche, lange rote Schlange, deren Kopf sich weit weg bewegte, wenn Fox sich leicht hin und her wiegte. 'Der Schatten ist länger geworden, das Spiel ist viel schwieriger!' Fox antwortete nicht sofort, er war von dieser neuen Entdeckung völlig fasziniert. Er strich sich über sein pelziges Kinn, in seinen bernsteinfarbenen Augen blitzte es nachdenklich. 'Seltsam, sehr seltsam. Warum verändern sich unsere Schatten in so kurzer Zeit so stark? Wachsen Schatten von selbst? Oder gibt es einen anderen Grund?' Sofort öffnete er seinen Werkzeugkasten, holte sein Notizbuch und einen kurzen Bleistift heraus und begann ernsthaft, eine Vergleichsskizze von kurzem und langem Schatten anzufertigen. Eine ganz neue Entdeckungsreise stand bevor!